Leseprobe:

 

Kapitel 1

 

 

März 1860

 

Es gab diejenigen, die sich die Herren nannten und große Anwesen besaßen und es gab diejenigen, die schwarz geboren wurden und die sie die Sklaven nannten.

 

 

 

Gerade war ich damit fertig geworden den Boden zu wischen, als der Herr hereinkam. Er ging durch den Flur ins Nebenzimmer und wusch sich die Hände, während ich schnell alles zusammenräumte und in die Küche lief, um den Tee vorzubereiten. Schon im nächsten Augenblick vernahm ich ein lautes „Serviert den Tee“, aus dem Esszimmer und schnappte mir geschwind die Kanne. Den Herrn zu verärgern indem ich zu langsam war, war das Letzte was ich wollte. Vor der Tür stoppte ich und ging ruhig hindurch, denn der Herr mochte es nicht, wenn man um ihn herum hastete. Ich schritt an den Esstisch heran, an dem er saß und schenkte ihm eine Tasse Tee ein. Mit einem „Ist gut“, winkte er ab und sagte: „Du kannst jetzt draußen auf dem Feld helfen, ich komme zurecht.“

 

Wortlos nickte ich und ging durch die große Diele hinaus ins Freie.

 

 

Dieses Haus bestand aus acht großen Zimmern, es war ein riesiges Anwesen und ich war, wie jeder andere Sklave hier auch, der Meinung, dass eine einzelne Person nie im Leben so viel Platz brauchte. Doch dass der Herr alleine den Hof verwaltete, war nicht seine Schuld, vor zehn Jahren war seine Ehefrau an Pocken verstorben.

 

Die Herrin war eine tolle Persönlichkeit gewesen und sie war immer sehr nett zu mir. Einmal als ich sieben Jahre alt war und an einer Grippe erkrankte, hatte sie mir eine Suppe gekocht und sie mir zusammen mit einer Decke in die Scheune gebracht. Sie deckte mich zu und fütterte mich, während sie mir etwas vorsang. Ich fand damals, dass sie eine außergewöhnlich hübsche und herzliche Frau gewesen war und ich mochte es sehr sie anzuschauen. Ihre langen offenen Haare flatterten im Wind, wenn sie ihren Nachmittagstee auf der Veranda zu sich nahm und immer, wenn jemand sie zum Lachen brachte, kniff sie ganz komisch die Augen zusammen, das sah wirklich witzig aus. Die Herrin hatte mir nie etwas Böses getan und obwohl die meisten Sklaven auf dem Hof es nicht interessierte, dass sie starb, war ich traurig darüber. Sie hatte es nicht verdient so elendig an so einer Krankheit zu sterben. Es wurde vermutet, dass sie sich damals bei einem Sklaven angesteckt hatte, aber keiner wusste das so genau. Nachdem die Herrin an Fieber und Schüttelfrost litt, bekam sie dazu noch kleine Flecken am Körper, ihr schönes Gesicht war kaum noch zu erkennen gewesen.

 

Immer, wenn meine Mutter im Haus Dienst hatte, musste ich mithelfen, um von Anfang an die Abläufe und Gewohnheiten des Herrn kennenzulernen. Zu dem Zeitpunkt der Krankheit saß ich oft am Bett der einst so hübschen Frau und hielt ihre Hand.

 

Ein paar Tage später, es war früh am Morgen, brüllte der Herr schmerzerfüllt und voller Zorn über den Hof. Ich weiß noch, dass ich dadurch aus dem Schlaf hochschreckte und mir sofort bewusst wurde, dass seine Frau verstorben sein musste. Die Schreie des Herrn wurden immer lauter und dichter und ich bekam Angst. Die Tür der Scheune in der wir Sklaven schliefen wurde plötzlich aufgerissen und er stapfte hinein. Dann schaute er sich suchend um und ging auf den erkrankten Mann, von dem er vermutete, dass seine Frau sich angesteckt hatte, zu. Er lag zusammengerollt unter einer Decke und hatte die Pocken so gut wie überstanden. Das war nicht oft der Fall. Der Herr schlug mit einem Besen, den er sich von der Scheunenwand gegriffen hatte, auf ihn ein, während dieser vor Schmerz aufschrie. Erschrocken über die Brutalität mit der er vorging, klammerte ich mich an meiner Mutter fest, sie hielt mich in ihren Armen und drehte mich vom Geschehen weg. Außer sich vor Wut zog der Herr den gepeinigten Mann hoch auf die Beine und schrie:

 

„Du hast meine Frau umgebracht, du Mörder!“

 

Während er den Sklaven mit sich Richtung Tür zerrte, hörte ich sein Wimmern und ihn sagen:

 

„Herr, ich kann nichts dafür, ich war nicht mal in der Nähe Ihrer Frau.“

 

„Halt dein Schandmaul!“, erwiderte der Herr und dann waren sie nach draußen verschwunden.

 

Ich vergrub weinend mein Gesicht an meiner Mutters Brust, während ich die unaufhörlichen Schreie von Danyo dem Sklaven vernahm. Sie versuchte mich zu beruhigen, indem sie leise ein Lied in mein Ohr sang und mich schaukelte. Nach einer Weile war alles still geworden, meine Mutter schaute mich an und sagte:

 

„Sei tapfer, wir müssen jetzt rüber zum Haus gehen.“

 

Ich nickte und wischte mir die Tränen weg. Kurz danach traten wir ins Freie und ich sah auf dem Weg zum Herrenhaus, wie Danyo mit einem Seil um seinen Hals an der großen Eiche baumelten. Mutter stupste mich von der Seite an und sagte zu mir:

 

„Guck weg und verhalte dich normal.“

 

„Warum musste dieser Mann sterben?“, fragte ich sie und sah sie an.

 

„Der Herr denkt, dass er seine Frau mit der Krankheit angesteckt hat und sie durch ihn gestorben ist“, antworte sie.

 

Traurig schaute sie mich an und zog mich näher an sich heran.

 

„Ist das so?“, wollte ich wissen.

 

„Wer weiß, wer weiß“, war das Einzige was sie darauf antwortete.

 

 

 

In manchen Momenten dachte ich an die Ereignisse von damals vor 12 Jahren, doch viel wusste ich nicht mehr davon, denn meine Erinnerungen waren getrübt. Ich denke, das liegt daran, dass ich sie verdrängt hatte.

 

Auf dem Weg zum Feld, das sich circa zwanzig Meter vom Herrenhaus entfernt befand, begegnete ich meiner Mutter. Ihr Name war Tija, sie war 34 Jahre alt und circa 1.65 groß. Ihre kurzen schwarzen Haare klebten ihr feucht am Kopf und Schweiß rann ihr die Wange herunter. Als sie aufblickte lächelte sie und hielt neben mir an:

 

„Mann, ist das heiß heute“, sagte sie und strich sich mit dem Handrücken über die Stirn.

 

„Ja wirklich heiß“, erwiderte ich und schaute nachdenklich aufs Feld hinaus.

 

Die Hartan Plantage vom Herrn besaß zehn Sklaven, die verschiedene Aufgaben zu erledigen hatten. Meistens war es so eingeteilt, dass fünf von ihnen morgens raus auf die Felder mussten und fünf nachmittags. Länger als vier Stunden konnte man es in der Sonne nicht aushalten, denn die Temperaturen waren einfach zu hoch für körperliche Arbeit. Um die Feldarbeit zu schaffen, musste man sich also abwechseln.

 

Heute Vormittag musste ich im Haus helfen. Morgens nach dem Aufstehen wurde das Frühstück vorbereitet und um 7 Uhr serviert, danach wurde aufgeräumt und Kuchen oder Brot für den Nachmittag gebacken, dann das Mittagessen vorbereitet und zwischendurch der Boden gekehrt.

 

Während der Herr zu Mittag aß, konnten wir uns ein wenig ausruhen und anschließend nach dem Abräumen durften wir die übrig gebliebenen Reste von seinem Essen unter uns verteilen. Wenn der Herr wenig Hunger hatte, meist aufgrund der Hitze, freuten wir uns am meisten, denn es blieb viel zu essen übrig.

 

Wir waren meist zu zweit im Haus tätig, während die anderen drei von der Morgenschicht draußen Holz hackten und andere anfallenden Arbeiten verrichteten. Nachmittags war es dann umgekehrt und die Arbeiten von Haus und Feld wurden getauscht. Heute musste ich länger im Haus bleiben, um den Boden ein zweites Mal zu reinigen, da meine Freundin Mara, die mit mir die Morgenschicht hatte, aus Versehen eine Vase fallen gelassen hatte. Anschließend musste ich circa drei bis vier Stunden auf dem Feld beim Abernten helfen. Ich hasste diese Arbeit, doch drücken konnte ich mich nicht. Der Herr baute Reis an, der geerntet werden musste und zum Trocknen in der Sonne ausgelegt wurde, anschließend wurde er in Säcken verpackt. Hier im westafrikanischen Ghana wurde Oryza Glaberrima angebaut, dieser Reis passt sich gut an die Bedingungen des feucht-tropischen Klimas an und hemmt das Wachstum des Unkrauts. Der Nachteil an diesem Reis ist, dass er abknickt, sobald die Rispen zu schwer werden und dass die Körner zerschellen können, wenn man nicht vorsichtig genug war. Das kann den Ertrag erheblich reduzieren und darüber war der Herr gar nicht glücklich. Wenn es gut lief, hatten wir bis zu drei Ernten im Jahr, die wir mit der Hand pflanzen und abernten konnten.

 

 

 

Tija riss mich aus meinen Gedanken indem sie verkündete:

 

„Ich gehe jetzt hinein, das Abendessen vorbereiten.“

 

Dann marschierte sie los in Richtung des Hauses, ich schaute ihr kurz hinterher und ging anschließend auf das Feld hinaus.

 

Seitdem meine Mutter 14 Jahre alt war, lebte sie auf diesem Anwesen als Sklavin, damals wurde sie mit ihrer Mutter zusammen an den Herrn verkauft. Mit 15 Jahren war sie ungewollt mit mir schwanger geworden. Mein Vater war ein Sklave vom Nachbarshof gewesen, die beiden hatten eine, wie meine Mutter erzählte, himmlische Romanze und trafen sich nachts heimlich hinter den Feldern. Leider war das nicht von langer Dauer, denn in dem Jahr ihrer Schwangerschaft war die Ernte lau gewesen und alle Sklaven mussten Hunger leiden. Kleine Rationen wurden ausgegeben, aber das war für eine werdende Mutter im sechsten Monat nicht genug. Jedes Mal, wenn mein Vater die Gelegenheit dazu bekam, steckte er sich vom Hof seines Herren eine Banane in die Tasche um sie abends bei dem nächsten Treffen auf dem Feld Tija zu überreichen. Natürlich freute sie sich darüber, aber dennoch verbot sie ihm das je wieder zu tun, denn wenn Sklaven etwas von ihren Herren stehlen, werden sie dafür getötet. Mein Vater war ein junger Bengel, der nicht hören konnte und brachte ihr immer wieder Obst mit, dabei grinste er bis über beide Ohren, weil er sich freute, seine Freundin wenigstens ein bisschen versorgen zu können. Obwohl es so gefährlich war, konnte man ihm einfach nicht böse sein, er wollte ihr und dem Baby ja nur etwas Gutes tun.

 

Als er eines Nachts nicht zum geplanten Treffen auf das Feld kam, machte sich Tija große Sorgen um ihn und konnte die ganze Nacht vor Angst nicht schlafen. Am nächsten Abend hörte sie von den anderen Sklaven, dass er mit Essen in den Taschen erwischt worden war, als er abends den Hof verlassen wollte. Dafür wurde er gehängt.

 

 

 

Kapitel 25

 

Neunundzwanzigster Tag auf See

 

Weitere sieben Tage waren vergangen in denen wir tollen Geschlechtsverkehr miteinander hatten und immer war Sully so zärtlich wie beim ersten Mal. Ich fühlte mich wohl und vor allem geborgen in seiner Nähe und vermisste ihn schon, wenn er nur zu den Essenszeiten in die Kantine musste.

 

Natürlich wusste ich, dass es irgendwann enden würde, mittlerweile war die Zeit die ich aufgrund der Verletzung hier sein durfte, fast um. Jedes Mal wenn ich daran dachte wieder in den Käfig zu müssen, überrollte mich die pure Angst vor dem dicken Mann, dessen Name Samson war. Dennoch konnte ich es nicht verhindern, deswegen versuchte ich die Zeit, die ich noch mit Sully hatte, zu genießen und nicht daran zu denken. Ich musste mir selbst eingestehen, dass ich mich in ihn verliebt hatte, aber das war wohl abzusehen, wenn der weiße Held die gepeinigte Sklavin rettete. Nun musste ich irgendwie damit zurechtkommen und wahrscheinlich würde dabei mein kleines Herz zerbrechen.

 

 

 

Ich saß auf dem Bett und Sully war gerade zum Frühstück gegangen als plötzlich ein Mann in seine Kabine kam. Ich schreckte zusammen, denn sein finsterer Gesichtsausdruck verriet mir nichts Gutes. Der Mann marschierte auf mich zu, packte mich am Arm und riss mich hoch. Zwar waren meine Wunden so gut wie weg, aber diese abrupte Bewegung ging mir trotzdem durch den Rücken. Ohne etwas zu sagen schleifte er mich hinter sich her den Gang hinunter in die Richtung der Kajüte mit dem Käfig. Ich vermutete, dass Sully nichts von der Sache wusste, denn der Typ hatte es ganz schön eilig mich wieder da hin zu bringen, wo ich hingehörte. Als wir die Tür erreichten und er sie öffnete, schleuderte er mich mit so einer Wucht in die Kajüte, dass ich auf die Knie fiel.

 

„Hier ist das Miststück“, sagte der Mann hinter mir und schloss die Tür.

 

Nachdem ich mit Herzrasen und zitternden Händen aufstand, erblickte ich den dicken Mann in circa drei Meter Entfernung vor mir stehend. Sein Gesichtsausdruck war finster und es sah so aus, als ob er auf Rache aus wäre. Erst hatte er die Hände auf dem Rücken, doch dann zog er sie hervor und grinste leicht, denn er hatte eine Gerte in der Hand.

 

„Na du blödes Weibsstück, hast du etwa gedacht, dass du mit der kleinen Bestrafung davonkommst? Wegen dir hätte ich meinen Penis um ein Haar nicht mehr benutzen können“, sagte er nun.

 

Während er langsam auf mich zu kam, fast wie in Zeitlupe so als ober er mich noch in der Vorstellung schwelgen lassen wollte, was gleich auf mich zukommen würde, überlegte ich was ich jetzt tun sollte.

 

„Drei Peitschenhiebe sind ja sowas von lächerlich für das was du mir angetan hast. Eigentlich hätte man dich hängen müssen.“ Er machte eine kurze Pause und fuhr dann fort:

 

„Der Doc meint, dass meine Verletzung abgeheilt ist. Da kann ich es ja gleich mal an dir testen.“

 

Mittlerweile stand er direkt vor mir und ohne Vorwarnung verpasste er mir einen Hieb auf den Oberschenkel, woraufhin ich aufschrie. So ein Gertenschlag zwiebelt ganz schön heftig auf der betroffenen Fläche. Ich merkte ihm an, dass er vor Wut außer sich war und diese an mir auslassen wollte. Gleich im Anschluss verpasste er mir noch zwei kräftige Schläge und wieder schrie ich auf.

 

„Zieh dich aus“, befahl er mir nun.

 

Doch ich bewegte mich nicht, denn die Angst durchfuhr meinen Körper und ich hatte die schlimmsten Befürchtungen.

 

„Zieh dich aus“, schrie er jetzt mit Nachdruck und versetzte mir noch einen Hieb, dieses Mal auf den Oberarm. Er wollte mir seine Macht demonstrieren und wie ernst es ihm ist.

 

Tränen liefen mir über das Gesicht während ich mir das reparierte Kleid auszog und anschließend splitternackt vor ihm stand. Da ich mich ausgeliefert fühlte, verschränkte ich die Arme vor meiner Brust. Der Verband verdeckte den Rest meines Oberkörpers. Samson musterte mich kurz, ging dann zu seinem Schreibtisch und kam mit einer Schere in der Hand wieder zurück.

 

„Zeig mal her“, sagte er mehr zu sich selbst als zu mir, während er mich anpackte und seitlich vor sich drehte. Dann schnitt er den Verband von oben nach unten durch und riss ihn von meinem Körper. Er schupste mich nach vorne um auf meinen Rücken gucken zu können und sagte:

 

„Sehr schön.“

 

Wieder verpasste er mir einen Hieb auf den Oberschenkel, als ich mir den Schrei verkniff, zog er noch einen weiteren hinterher. Schnell hatte ich raus, dass er mir umso mehr wehtat, umso weniger ich schrie. Wahrscheinlich befriedigte ihn das, wenn er mir schlimme Schmerzen zufügte.

 

Nun hörte ich, wie er seinen Gürtel aus der Hose zog. Ich dachte er wollte mich damit schlagen, doch er band ihn um meinen Hals. Schon beim Ummachen zog er ihn fest und quetschte mir damit ein wenig die Luft ab, dadurch bekam ich Panik.

 

„Knie dich hin“, befahl er und ich tat was er sagte, denn mir blieb nichts Anderes übrig.

 

Dann stellte er sich über mich auf, sodass seine Beine links und rechts neben mir standen, also als ob ich sein Pferd wäre und sagte:

 

„Du bist jetzt meine Stute, lauf los.“

 

Ich krabbelte über den Boden und er lief mit mir mit, den Gürtel hatte er fest angezogen, dadurch bekam ich kaum Luft. Mit der anderen Hand versetzte er mir einen kräftigen Gertenhieb auf den Hinter, dadurch musste ich extrem zusammenzucken und aufschreien. Mittlerweile weinte ich, weil es weh tat und er mich so erniedrigte und außerdem fand ich, dass das hier fast schlimmer war als das Auspeitschen.

 

 

 

Nach ungefähr zehn Minuten hatte er wohl keine Lust mehr und zerrte mich am Gürtel zu seinem Schreibtisch herüber. Dann zog er mich hoch und schupste mich bäuchlings auf ihn herauf und stieß mit seinem Unterkörper ein paar Mal gegen meinen Po, so als ob wir Sex hätten. Der dicke ließ von mir ab um an seiner Hose rumzufummeln, dabei sagte er zu sich selbst:

 

„Dann wollen wir mal sehen, mein Großer.“

 

Ich lag völlig entblößt auf dem Schreibtisch mit einem Gürtel um den Hals und am ganzen Körper mit Striemen übersät und weinte.

 

Gerade als er zum Akt kommen wollte, wurde die Tür seiner Kajüte aufgerissen und der dicke hielt inne. Sully betrat etwas ungestüm den Raum und kurz dahinter kam der Kapitän herein.

 

„Oh mein Gott“, sagte Sully als er mich sah und ging schnurstracks auf den Schreibtisch zu.

 

„Was ist hier los, Samson?“, fragte der Kapitän erstaunt, als er das Szenario erfasst hatte.

 

Während der dicke seine Hose hochzog, richtete Sully mich auf und entfernte den Gürtel von meinem Hals. Dann hob er das Kleid vom Boden auf und bedeckte mich damit. Immer noch weinte und zitterte ich.

 

„Nichts“, antwortete der dicke.

 

„Das sieht mir nicht nach nichts aus“, sagte der Kapitän streng.

 

Nachdem Sully mir beim Anziehen geholfen hatte, hob er mich auf seine Hände und verließ mit mir den Raum. Obwohl ich so fertig war, fühlte ich mich auf Anhieb geborgen und schmiegte meinen Kopf an seine Schulter und schloss die Augen. Es war schön in seinen starken Armen zu liegen. Natürlich hatte ich überall Schmerzen aber die nahm ich in Kauf, wenn er mich dafür hielt.

 

 

 

Als wir in seiner Kajüte angekommen waren, legte er mich auf das Bett und fing an mich überall zu begutachten. Er öffnete mein Kleid und schaute meine Haut genauestens an.

 

„Mir geht es gut“, versicherte ich ihm doch er machte weiter, so als ob er mich gar nicht gehört hätte.

 

„Das glaube ich nicht“, gab er mit zitternder Stimme zurück.

 

Jetzt erkannte ich erst, wie aufgelöste er war.

 

„Jetzt geht es mir wirklich gut“, sagte ich erneut und fasste seinen Arm an damit er aufhörte.

 

„Es sind nur ein paar Striemen und blaue Flecke, zu mehr ist es dank dir nicht gekommen.“

 

Sully atmete tief aus und sah plötzlich erleichtert aus. Er hatte sich wohl die ganze Zeit Sorgen gemacht, dass ich missbraucht wurde.

 

Ich fasste ihn mit beiden Händen an den Wangen an und sagte:

 

„Danke.“

 

Sein Blick wurde wieder freundlich und er lächelte mich an. Doch dann stand er ruckartig auf und verkündete:

 

„Der Kapitän wird gleich kommen, schnell, zieh dich an und leg dich auf das Bett. Nicht so viel bewegen.“

 

Tatsächlich hatte er recht, denn ein paar Minuten später klopfte es an der Tür.

 

„Herein“, bat Sully und der Kapitän trat in die Kabine.

 

„Ich habe nicht wirklich was aus ihm rausbekommen, hat er sie geschändet?“, fragte der Kapitän Sully leise.

 

„Nein, soweit ist es zum Glück nicht gekommen“, antwortete er.

 

„Dann ist ja gut. Sonst wäre sie nichts Besonderes mehr in ihrem Wert“, erklärte der Kapitän.

 

„Ich habe ihnen gesagt, dass der Mann ein schlimmer Finger ist, aber sie wollten mir nicht glauben. Denken Sie im Ernst, dass jemand sie kaufen will, wenn sie so aussieht“, gab Sully nun zu bedenken.

 

Der Kapitän überlegte kurz, dann sagte er:

 

„Vermutlich nicht.“

 

„Dann lassen Sie sie hier bei mir in der Kabine bis wir anlegen. Im Käfig ist sie nicht sicher.“, redete er weiter auf ihn ein.

 

„Warum ist Ihnen das so wichtig?“, hackte der Kapitän nach und Sully antwortete:

 

„Sie ist erst 20 Jahre alt und Samson ist ein Arschloch. Alle hier wissen, dass er sich regelmäßig an den Frauen vergeht, aber keiner unternimmt etwas dagegen.“

 

„Na gut, behalten sie die Sklavin hier“, gab der Kapitän schließlich nach und verließ den Raum.

 

 

 

 

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